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WIE AUS EINER ANDEREN WELT

Mosambik: Dhau-Abenteuer im Bazaruto Archipel

Wir fahren weiter gen Norden zur quirligen Kleinstadt Vilankulos, dem Dreh- und Angelpunkt des Bazaruto-Archipels. Die Inseln liegen hier wie an einer Perlenkette aufgereiht. Einladend, funkelnd und greifbar nahe. Offiziell ist das Bazaruto-Archipel ein Marine-Nationalpark, um die reiche, schöne Unterwasserwelt zu schützen. Hier leben die seltenen, scheuen Dugongs, Delfine, Meeresschildkröten und es gilt unzählige Korallenriffe zu entdecken.

Als wir am Morgen die Segel-Dhau für die kommende Safari beladen, gibt es ein großes Hallo an Bord. Duma, unseren Guide für die nächsten Tage, kenne ich von früheren Touren. Die Freude, wieder gemeinsam unterwegs zu sein, ist groß. Mit von der Partie ist zudem Emmanuel, Koch und gleichzeitig Kapitän. Dann geht es auch schon los.

Die Blautöne des Meeres reichen von Tinten-, Azur- bis Türkisblau. Die Sonne setzt funkelnde Sterne auf die Wasseroberfläche. Delfine huschen wie zum Gruß vorbei. Sanft tuckern wir zum Riff von Margaruque. Zwischenzeitlich entfacht Emmanuel in einer großen Sandkiste im hinteren Teil des Bootes Feuer. Einfach den Dreifuß darauf und schon kann gekocht werden.

Ein schönes Riff am Strand liegt direkt vor unserer Nase. Wir brauchen uns nur ins Wasser fallen zu lassen. Die Strömung treibt uns über die vielfältige Unterwasserwelt. Hungrig und voller Eindrücke genießen wir das leckere Mittagessen im weichen Sand: frische Krebse, Salat, Baguette, leckere Papaya und Bananen.

Nachmittags segeln wir zurück zum Übernachtungsplatz. Unter Cashewnussbäumen gelegen, mit lustigen Affen in den Wipfeln, wirkt dieser im Orangerot des Sonnenuntergangs wie aus einer anderen Welt.

Am nächsten Tag fahren wir zum großen 2-Mile-Riff, das vor der Insel Benguerra liegt. Schnorchel und Taucherbrille auf, die Flossen anziehen und einfach wieder ins Wasser gleiten lassen. Etwas ausgekühlt, aber begeistert von der Unterwasserwelt klettern wir zurück an Bord. Mit heißem Tee und Kaffee erwartet uns Emmanuel bereits. Herrlich! Es geht weiter nach Bazaruto, der größten Insel mit beeindruckenden Sanddünen. Wir kraxeln, schlittern und genießen den schönen Ausblick. Ich kann das 2-Mile-Riff gut ausmachen und entdecke viele kleine Fischerboote, die wie Nussschalen in einer Badewanne schaukeln.

Plötzlich legt unsere Dhau ab. Was soll denn das? Robinson Crusoe wollten wir eigentlich nicht spielen. Duma gibt per Handzeichen zu verstehen, dass wir weiterlaufen sollen – um die Ecke sozusagen. Dort würde das Boot warten. So schlendern wir durch den puderweißen Sand, nehmen ein Bad im Meer, laufen weiter und lassen uns von der Sonne trocknen. Irgendwann müsste doch mal die Dhau auftauchen!

Wir machen schon Späße, wie lange wir es hier aushalten würden, als sich in der Ferne das Boot abzeichnet. Beim Näherkommen reibe ich mir die Augen: Unter dem Sonnensegel auf einer kleinen Sandbank steht ein gedeckter Tisch. Was für eine Freude. Alles wirkt surreal. Die Blau- und Grüntöne des Meeres, die Dhau, das einladende Essen (gegrillter Tintenfisch) samt Getränken. Und die Crew freut sich, uns überrascht zu haben. Wenn das kein Highlight einer vielseitigen, wunderbaren Reise ist.

Mosambik bleibt immer voller Überraschungen, auch dank der unglaublich netten und freundlichen Menschen. Wir reisen nicht umsonst seit 2003 immer wieder in die verschiedenen Landesteile.

Mosambik ist: Majestätisch, Offen, Schön, Außergewöhnlich, Magisch, Berührend, Intensiv, Kunterbunt.

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